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Headerbild zur Ringvorlesung Sommersemester 2026 LV-Nummer: 170.570

Geschlecht und Diversität in der Medizin in den deutschsprachigen Ländern: „Gendermedizin“ neu gedacht

Leitung und Konzeption: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Ludwig, MSc, MA

Sommersemester 2026
LV-Nummer: 170.570

jeweils donnerstags 18.30h-20.00h in Präsenz und online,
außer am 17.03.26, 14.04.26, 12.05.26, 02.06.26 dienstags

Ort: Audimax, Erdgeschoß, Fritz-Pregl-Straße 3, A-6020 Innsbruck
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Für Personen, die nicht persönlich dabei sein können, ist eine Teilnahme per Livestream möglich. Alle Veranstaltungen werden in Österreichischer Gebärdensprache gedolmetscht. Für die Teilnahme an den Veranstaltungen werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.


Bei Interesse an Schriftdolmetschung nehmen Sie bitte mindestens 2 Wochen vor dem gewünschten Vorlesungstermin Kontakt auf mit barbara.sauer-oberlechner@i-med.ac.at


Folgen Sie unserem WhatsApp-Channel unter: https://whatsapp.com/channel/0029VakXjoT4Y9lmLUurf83k

05. März 2026 (17.00-18.30 Uhr danach Get-Together)

Veranstaltung im Rahmen des Weltfrauentags 2026

Buchpräsentation: Ärztinnen, die Geschichte schrieben. 125 Jahre Medizinstudium für Frauen in Österreich
Autorin: Dr.in Birgit Kofler-Bettschart

Podiumsdiskussion „Frauen in Führung in der akademischen Medizin: Herausforderungen und Chancen“

Univ.-Prof.in Dr.in Patrizia Stoitzner
Vizerektorin für Forschung und Internationales, Professorin für Experimentelle Dermatologie, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich

Dr.in Elisabeth Zanon
Vorsitzende des Universitätsrats der Medizinischen Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich, Plastische Chirurgin

Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Sinner, MBA
Direktorin, Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Professorin für Anästhesie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich

Dr.in Birgit Kofler-Bettschart
Autorin, Journalistin

Assoz. Prof. PD Dr. Can Gollmann-Tepeköylü, PhD
Universitätsklinik für Herzchirurgie, Department Operative Medizin, Programmleitung Herzinsuffizienz, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich

Moderation:
Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Ludwig, MSc, MA, Professorin für Diversität in der Medizin, Direktorin Institut für Diversität in der Medizin, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich, Gründerin Women in Global Health Germany. Mitglied Women in Global Health Austria

Seit 125 Jahren können Frauen in Österreich Medizin studieren. Die Autorin und Journalistin Dr.in Birgit Kofler-Bettschart hat hierzu historisch bedeutende Dokumente in ihrem Buch zusammengetragen und stellt die Hürden und Schwierigkeiten, die die Ärztinnen damals hatten, ihr herausragendes Wirken und ihre Errungenschaften dar. Sie hat auch mit Ärzt:innen und Professor:innen unter anderem der Medizinischen Universität Wien, der Medizinischen Universität Graz und der Medizinischen Universität Innsbruck gesprochen. Die Ergebnisse der Interviews sind ebenfalls Teil ihres Buches. In der Podiumsdiskussion sollen im Anschluss an die Buchvorstellung die Herausforderungen mit denen Frauen in Führungspositionen in der akademischen Medizin aktuell konfrontiert sind aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet sowie die damit verbundenen Chancen diskutiert werden.

Zum Livestream bzw. zur Aufzeichnung
Anmeldung unter: https://events.i-med.ac.at/register/54


Do 12.03.2026, 18.30-20.00 Uhr

Geschlecht und Diversität in der Anatomie

Univ.-Prof. Dr. Marko Konschake
Direktor des Institutes für Klinisch-Funktionelle Anatomie, Facharzt für Anatomie, Medizinische Universität Innsbruck,Innsbruck, Österreich

Die Analyse von Sex, Gender und Diversity in der anatomischen Ausbildung macht deutlich, dass eine bessere Repräsentation verschiedener biologischer, sozialer Geschlechter und Körpertypen notwendig ist. Eine solche Vielfalt in der medizinisch-anatomischen Lehre hilft, bestehende Vorurteile abzubauen und schafft ein inklusiveres Lernumfeld. In Bezug auf die Anatomie heißt das, dass Lehrmaterialien und Modelle nicht nur einen „Standardkörper“ zeigen, sondern die Vielfalt der Menschen abbilden. Durch den Einsatz unterschiedlicher anatomischer Modelle und Lehrmethoden werden Studierende gezielt darauf vorbereitet, individuelle Unterschiede zwischen Patient*innen zu erkennen und zu berücksichtigen. Dies trägt letztlich zu einer besseren personalisierten, medizinischen Versorgung im Gesundheitswesen bei.

Zum Livestream bzw. zur Aufzeichnung


Di 17.03.2026, 15:30-17:00 Uhr

Karriereentwicklung von Frauen* in Professuren in den Gesundheitsberufen

Caroline Haupt, BSc, MA
Doktorandin, Medizinische Universität Innsbruck, wissenschaftliche Mitarbeiterin Katholische Hochschule Mainz, Lehrlogopädin, Universitätsmedizin Mainz, Mainz, Deutschland

Der Vortrag zum Thema „Karriereentwicklung von Frauen* in Professuren in den Gesundheitsberufen“ beleuchtet Geschlechterunterschiede auf dem Weg zur Professur im Gesundheitswesen. Wir diskutieren zentrale Konzepte wie leaky pipeline, glass ceiling und Care-Penalty, zeigen empirische Daten zur Geschlechterverteilung und analysieren strukturelle Barrieren wie Befristungen, Mobilitätsanforderungen und intransparente Berufungsverfahren. Historische Entwicklungen, intersektionale Perspektiven sowie Förderinstrumente und Good-Practice-Beispiele werden kritisch eingeordnet. Ziel ist es, Handlungsperspektiven auf individueller, institutioneller und politischer Ebene aufzuzeigen und gemeinsam zu diskutieren, wie Chancengleichheit und Teilhabe nachhaltig gestärkt werden können.

Zum Livestream bzw. zur Aufzeichnung


Do 09.04.2026, 18.30-20.00 Uhr

Basic Life Support: Geschlechter und Diversitätsaspekte: Erste Ergebnisse aus einer aktuellen Studie

Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Ludwig, MSc, MA, Professorin für Diversität in der Medizin, Direktorin Institut für Diversität in der Medizin, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich,
Dr. Benjamin Treichl, Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Diplomanden: Jakob Stähr, Fabio Rützler, David Ortner

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Di 14.04.2026, 18.30-20.00 Uhr

Sorgen ums Essen. Historische Perspektiven auf Ernährung und Geschlecht

Priv.-Doz.in Mag.a Dr.in Maria Heidegger
Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft, Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich

Der Vortrag beleuchtet die komplexe Thematik der sozial- und medizinhistorischen Ernährungsgeschichte schlaglichtartig und lotet das Potential der Fragestellung nach dem Geschlecht in der Geschichte des Essens, Nicht-Essens und Sorgens um ausreichend gesundes Essen exemplarisch aus. Zunächst wird der Stellenwert der Kategorie Geschlecht in der Geschichtsschreibung über Essen und Ernährung in einschlägigen Handbüchern und Überblicksdarstellungen kritisch reflektiert, im Anschluss erörtert der Vortrag, an welchen disziplinären Schnittstellen das Thema aktuell erforscht wird und zeigt im Weitern auf, auf welcher Quellengrundlage und mit welchen Fragestellungen sich neue Ansatzpunkte für einen interdisziplinären Dialog zwischen den Humanities und der Medizin ergeben könnten.

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Do 23.04.2026, 18.30-20.00 Uhr

Frauen stärken durch Aufklärung – die Arbeit von THE RAIN WORKERS zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Frauen in ressourcenarmen Regionen

Dr.in Ines Kohl
Sozialanthropologin, Geschäftsführerin von THE RAIN WORKERS, Netzwerk sexuelle und reproduktive Gesundheit, Wien, Österreich

Gendermedizin macht sichtbar, wie Geschlecht, soziale Strukturen und der Zugang zu Wissen Gesundheit beeinflussen. Der Vortrag zeigt am Beispiel der Arbeit der österreichischen Nichtregierungsorganisation (NGO) THE RAIN WORKERS, wie niederschwellige Aufklärung zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten in ressourcenarmen Regionen West- und Ost-Afrikas zur Selbstbestimmung von Frauen beiträgt. Durch kultursensible Wissensvermittlung und den Einsatz lokaler Multiplikator*innen werden strukturelle Barrieren abgebaut. Der Beitrag diskutiert Aufklärung als zentrale gendermedizinische Intervention jenseits klinischer Versorgung.

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Do 30.04.2026, 18.30-20.00 Uhr

Geschlecht und Diversität in der pädiatrischen Rheumatologie

Univ.-Prof. Mag. Dr. Dipl. oec. med. Jürgen Brunner
Universitätsklinik für Pädiatrie I, Department für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich

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Do 07.05.2026, 18.30-20.00 Uhr

Geschlechteraspekte in der Herzchirurgie

Univ.-Prof. Dr. Michael Grimm
Direktor Universitätsklinik für Herzchirurgie, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich

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Di 12.05.2025, 18.30-20.00 Uhr

Geschlechter- und Diversitätsaspekte in der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie

Univ.-Prof. Dr. Roman Crazzolara
Professor für pädiatrische Onkologie, Universitätsklinik für Pädiatrie I, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich

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Do 21.05.2026, 18.30-20.00 Uhr

Schizophrenie: Geschlechter- und Diversitätsaspekte

Priv. Doz.in Dr.in Monika Edlinger
Universitätsklinik für Psychiatrie I, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich

Wie in vielen anderen Disziplinen der Medizin rücken auch in der Psychiatrie gender- und diversitätsspezifische Aspekte zunehmend in den Fokus. Bei der Schizophrenie handelt es sich um eine der schwersten psychischen Erkrankungen mit tiefgreifender Störung des Denkens, Fühlens und der Wahrnehmung. Trotz offensichtlicher Geschlechtsunterschiede in Epidemiologie, Symptomatik und Krankheitsverlauf finden sich in den Behandlungsleitlinien und Therapieempfehlungen nach wie vor nur marginale Hinweise darauf. Wir beleuchten die Thematik von verschiedenen Seiten und diskutieren ihre mögliche Bedeutung für eine optimierte, personalisierte Behandlung.

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Do 28.05.2026, 18.30-20.00 Uhr

Diversitätssensible Hämatologie

Univ.-Prof.in Dr.in Marie von Lilienfeld-Toal
Gründungsdirektorin, Institut für Diversitätsmedizin, Medizinische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum, Bochum, Deutschland

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Di 02.06.2025, 18.30-20.00 Uhr

Workplace Health Promotion: A Sex and Gender Perspective

(in English, part of the Erasmus Blended Intensive programme 2026, co-ordinated by the Medical University Innsbruck, Austria)

Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Ludwig, MSc, MA
Professor for Diversity in Medicine, Director Institute for Diversity in Medicine, Medical University Innbruck, Founder Women in Global Health Germany, member Women in Global Health Austria

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Do 11.06.2026, 18.30-20.00 Uhr

Leben mit Long Covid – Aspekte von Geschlecht und Diversität

Univ.-Prof.in Dr.in Monika Pietrzak-Franger, Privatdoz. MA
Full Professor for British Cultural and Literary Studies, Department of English and American Studies, Universität Wien, Wien, Österreich

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Do 18.06.2026, 18.30-20.00 Uhr

Geschlecht und Diversität in der Neonatologie

Univ.-Prof.in Dr.in Ursula Kiechl-Kohlendorfer, MSc
Direktorin Universitätsklinik für Pädiatrie II (Neonatologie), Department für Kinder- und Jugendheilkunde

In diesem Vortrag werden aktuelle Daten zum Überleben und den Behandlungsergebnissen sehr kleiner Frühgeborener präsentiert. Besonderes Augenmerk gilt den geschlechtsspezifischen Unterschieden zu Beginn des Lebens. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Berücksichtigung transkultureller Unterschiede in der Neonatologie, die ein essentieller Bestandteil in der Betreuung von Neugeborenen und deren Eltern ist.

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Do 25.06.2026, 18.30-20.00 Uhr

Chinese Medicine: Sex and Gender Aspects

(in English, part of the Erasmus Blended Intensive programme 2026, co-ordinated by the Medical University Innsbruck, Austria)

Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Ludwig, MSc, MA
Professor for Diversity in Medicine, Director Institute for Diversity in Medicine, Medical University Innbsurck, Founder Women in Global Health Germany, member Women in Global Health Austria

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